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Die Krawatte – Ein unverzichtbares Accessoire

Selten wird ein verhältnismäßig kleines Stoffstück so sehr geschätzt und verwendet wie die Krawatte. Egal ob aus Seide, Wolle oder anderen Stoffarten, ein vollendeter Auftritt im Anzug wirkt ohne Krawatte in jeder Hinsicht merkwürdig. Selbst wenn sich heute gerade in kreativen Arbeitsbereichen das legere Outfit ohne Krawatte etablieren konnte, sollte man immer eine Auswahl zur Hand haben, falls es in Bereiche geht, für die eine Krawatte traditionelle Pflicht ist.

Über kurz oder lang – ein kurzer historischer Abriss der Krawatte

Ein Tuch um den Hals gegen widrige Wetterumstände zu tragen kam der Menschheit schon früh in den Sinn. Die extra geschnittene Krawatte jedoch, die auf eine bestimmte Art und Weise umzubinden war, wurde erst im 17. und 18. Jahrhundert von der Modewelt entdeckt. Vorreiter war der französische König Ludwig XIV., welcher kroatische Söldner sah, die einen Vorläufer der heutigen Krawatte trugen. Dies gefiel dem absolutistischen Herrscher derart, dass er den Halsschmuck alsbald im Hofschmuck etablierte.

Aber erst im 19. Jahrhundert verbreitete sich die heute bekannte Langbinderversion in Europa. Vorherige Varianten waren kürzer und wesentlich breiter. Die heutige Krawatte machte gleichzeitig Bindetechniken notwendig, die über die Jahre verfeinert wurden. Obwohl es theoretisch Dutzende Möglichkeiten gibt, haben sich heute vier Standard-Knoten herausgebildet: der Four-In-Hand, der halbe und der ganze Windsor-, sowie der Pratt-Knoten.

Die Krawatte in der heutigen Mode

Gegenwärtig gibt es keine Farben und Muster mehr, die nicht ihren Weg schon auf eine Krawatte gefunden hätten. Ob unifarben, gestreift, gepunktet, applizierte Firmenlogos, lustige kleine Tiere – alles da und verfügbar. Die Frage ist, was angebracht ist. Für den Berufsalltag sind gestreifte oder unifarbene Krawatten in dezenten Farben das Maß der Dinge. Etwas kräftigere Farben sind unter Unternehmern oder Managern beliebt, um Tatkraft und Dynamik zu symbolisieren. Die Krawatte sollte auf alle Fälle zum restlichen Anzug passen, Kontraste sind hier ein schlechter Ratgeber. Für den Gentleman ist es ebenso wichtig, dass die Krawatte gut gebunden ist. Der Knoten sollte weder zu eng noch zu weit sein, damit er optimal auf dem Hemd sitzt und weder Hemd noch Langbinder zerdrückt.

Es gilt also auch hier die Faustregel, dass die Krawatte zu Ihnen und Ihrem Anzug passen muss. Beobachtet man in seinem beruflichen Umfeld, dass eine Krawatte nicht unbedingt notwendig ist, kann man sie auch getrost weglassen. Aber Vorsicht:  den Kragen nicht zu weit aufknöpfen. Ein gerüttelt Maß an Seriosität und Souveränität sollte immer vermittelt werden. Man ist schließlich nicht umsonst Gentleman. Zeigen Sie das auch durch eine attraktive, hochwertige Krawatte!

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