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Das Accessoire an der Krawatte

Ein häufiger Irrtum wenn es um Schmuckaccessoires geht: die Verwechslung von Krawattenklammer und Krawattennadel. Dabei sind diese sich im Grunde in keiner Weise ähnlich. Und auch wenn ihre Funktion identisch ist, so fungieren sie doch nicht auf derselben Ebene. Es ist also Zeit, die Fakten auf den Tisch zu legen!

Der große Unterschied: Klammer gegen Nadel

Die Frage wird eigentlich schon durch den Namen geklärt. Die Krawattennadel ist eine kleine Nadel mit einer geschmückten Spitze, häufig sind dort Motive oder kleine Skulpturen zu finden. Auch Edelsteine wie zum Beispiel Perlen sind nicht unüblich. Sie dient zur Fixierung des Knotens, vor allem bei den seidenen Halstüchern, den Vorläufern der Krawatte, war dies früher annähernd unerlässlich. Aber auch bei den heutigen Langbindern kann eine solche Nadel noch gute Dienste leisten. Die Verwechslung mit der Krawattenklammer rührt mitunter daher, dass die Nadel häufig nicht in den Knoten, sondern wie die Klammer in die Krawattenmitte gesteckt wurde. Dort diente sie genauso wie am Knoten zur Fixierung. Aber auch als reiner Schmuck konnte die Nadel punkten. So wurde sie häufiger im Revers oder auch am Knopfloch bemerkt.

Schon vom Funktionsprinzip her ganz anders agiert die Krawattenklammer oder auch Krawattenklemme. Sie wandelte sich zwar von der Nadel ab, wird aber nur um die Mitte der Krawatte geklemmt und schont durch dieses Funktionsprinzip besser Stoff und Gewebe als es die Nadel tut. Es gibt sie ebenso wie die Nadel in allen Formen, Farben und Materialien. Bei Letzteren eignen sich selbstverständlich gerade Edelmetalle sehr gut, da die Klammer weithin zu sehen ist. Aber auch Edelstahl ist durch seine preisliche Lage mit Einlegearbeiten ein oft gesehener Gast an den Krawatten dieser Welt.

Welche Klammer oder Nadel für den Gentleman?

Nachdem wir nun also mit dem Irrsinn aufgeräumt haben, können wir uns den wichtigen Fragen zuwenden: Was trägt der Gentleman?
Das ist auf Anhieb nicht leicht zu beantworten. Vielerorts gelten sowohl Nadeln als auch Klammern als hoffnungslos aus der Mode. Bei näherer Betrachtung kann dieses Argument jedoch nicht standhalten. Kombiniert mit einem eleganten Abendanzug kann die mit dem restlichen Schmuck abgestimmte Klammer als zusätzliches Accessoire den Gesamteindruck durchaus heben. Und auch die Nadel muss sich nicht verstecken. Eine kleine Perle am Revers kann durchaus eine Knopflochblume oder ähnliches Schmuckwerk ersetzen.
Dem allen liegt der dekorative Charakter dieser Accessoires zu Grunde. Denn ein Gentleman sollte zu jeder Zeit in der Lage sein, seinen Krawattenknoten so zu bewerkstelligen, dass er für dessen Festigkeit keine Hilfsmittel benötigt. Im Ensemble braucht der Mann von Welt jedoch nicht auf erlesene Ware zu verzichten. Sie sind kein Hilfsmittel, sondern Zierde.

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